Heinrich Sander : Traueranzeige

Veröffentlicht: Helmstedter Nachrichten am 18.Juli 2020

Donnerstag morgen. Nicht irgend ein Donnerstag, sondern ein
Feiertag: Himmelfahrt. Der 5. Mai 1932. Ein sonniger Morgen. Das ist nicht überliefert, aber geregnet hat es nicht. Vater,
Dienstmädchen, Lehrling und Geselle pflanzen auf einem Acker
an der Saale Kartoffeln. Die Oma ist mit dem Fahrrad unterwegs
dort hin. Da sieht sie die Storchentante (so nennt man die Hebammen, weil der Klapperstorch die Kinder bringt) aus Richtung
Gronau in Richtung Elze radeln.
Sie denkt Nanu und kehrt schnellstens um.
Bald darauf werde ich geboren. Der Doktor soll gesagt haben,
er hätte noch nie ein so schönes Kind gesehen.
aus Kapitel 1 der unvollendeten Memoiren

Heinrich Sander
05.05.1932 - 15.07.2020
In Liebe und Dankbarkeit
und mit einem Lächeln
Axel Sander
Dr. med. Björn Sander und Inka Sander
mit Glenn, Sebastian, Kieran und Alexander
Jens Sander und Yvonne Sander
mit Vivienne und Marcel

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